Ein strukturierter Überblick über kognitive Fallen, die bei der Interpretation von Unternehmensdaten häufig auftreten.
Kognitive Verzerrungen bei der Dateninterpretation entstehen nicht aus Unkenntnis, sondern aus der Funktionsweise unseres Denkens. Sie betreffen erfahrene Analysten genauso wie Berufseinsteiger. Wer sie kennt, kann sie erkennen, bevor sie Entscheidungen prägen.
Zwei Größen bewegen sich parallel. Das Gehirn schlussfolgert: Eine verursacht die andere. Dabei können beide von einer dritten Variablen abhängen, oder die Beziehung ist rein zufällig.
Analysten suchen unbewusst nach Daten, die ihre bestehende Hypothese bestätigen. Widersprüchliche Daten werden als Ausreißer bezeichnet oder im Anhang versteckt.
Nur die Fälle, die ein bestimmtes Ergebnis erreicht haben, werden analysiert. Die Fälle, die dasselbe versucht haben und gescheitert sind, fehlen im Datensatz.
Extreme Messwerte tendieren dazu, beim nächsten Messzeitpunkt weniger extrem zu sein. Wer das nicht berücksichtigt, interpretiert natürliche Schwankung als Wirkung einer Maßnahme.
A geschah vor B, also hat A B verursacht. Zeitliche Abfolge wird als kausaler Beweis interpretiert. Eines der ältesten logischen Trugschlüsse, in Unternehmensberichten jedoch allgegenwärtig.
Ein Trend, der in aggregierten Daten sichtbar ist, kehrt sich um, wenn die Daten nach relevanten Untergruppen aufgeteilt werden. Aggregation kann systematisch in die Irre führen.
Alle im Katalog beschriebenen Denkfehler werden im Trainingsprogramm behandelt, jeweils mit Übungen anhand echter Unternehmensdaten.
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